Im Klartext: Wir kümmern uns hier und jetzt um die die Abteilung Performancefactor. Den Beginn macht die mit 16 Teilnehmern stark besetzte 5c. Die stand erneut ganz im Zeichen von Fabian Brügge. Bestzeit im Training und in beiden Race-Heats, das ist seine Erfolgsformel zum souveränen Klassengewinn Nummer neun auf dem BMW E36 325i.

Umsortierungen und Positionswechsel – dergleichen passiert nur hinter ihm. Marken- und Typenkollege Florian Wissing kommt am Übungstag bis auf 0,812 Sekunden an ihn heran, Hannes Menninger bezieht auf BMW E36 318iS Rang drei. Alexander Reder (BMW 318iS) komplettiert das weiß-blaue Spitzenquartett, Lukas Friedrich ist im Ford Fiesta bester Frontantriebsfahrer.

Zum Rennauftakt spurtet Alexander Reder auf die Zwei nach vorne, Lukas Friedrich setzt sich auf die Drei, es folgen Florian Wissing und Hannes Meninger. Im finalen Run haben nur die Plätze eins und zwei Bestand. Florian Wissing attackiert und schafft Podiumsplatz drei, Lukas Friedrich ist Vierter, Ralf Fladung holt im Peugeot 206 RC Rang fünf vor Hannes Menninger und Opel-Astra-Pilot Marc Schmitz. So ganz nebenbei hat Fabian Brügge auch den Klassenstreckenrekord von Nick Mai aus dem Vorjahr regelrecht pulverisiert. Die Messlatte ist jetzt von 1:33,02 auf 1:30,484 gelegt.
Die 5b hält auf Ordnung. Schon am Trainingsende ist das Bild gezeichnet, dass sich zum Rennende unverändert darstellt.

Mit Youngster Moritz Minichberger (Honda Civic Type R) an der Spitze, Alexander Thrun im Renault Clio auf der Zwei und Kira Gerspacher (VW Golf GTI III) als Dritter. Ex-Motorradrennfahrer Roman Ahke pilotiert seinen Opel Corsa B GSI auf Position vier. Auch hier purzelt der Klassenrekord. Der neue Inhaber ist Moritz Minichberger, für ihn werden 1:28,791 festgehalten.
Der Eichenbühl-5a-Samstag zeigt auf den Top-Drei-Rängen einen BMW im Renault Sandwich. Die Zutaten: Bestzeit für Leopold Gast. Mit seinem Clio 4 Cup liegt er 0,596 Sekunden vor Stephan Korbach (323ti E36). Ihm knabbert, lediglich weitere vier Zehntel zurück, Thomas Flik im Clio 3 Cup quasi am Heckblech. Am Sonntag erwischt Stephan Korbach den besten Start, führt 0,919 Sekunden vor Leopold Gast, der seinerseits ein Polster von 1,358 Sekunden auf Thomas Flik aufgebaut hat. Aber die Renault-Jungs sind nicht gewillt, sich dem BMW zu beugen, rauschen am 323ti vorbei. Leopold Gast gewinnt schlussendlich souverän vor Thomass Flik, der den BMW von Stephan Korbach um 32 Hundertstel hinter sich halten kann.

Spiel, Satz und Sieg. So gestaltet Jens Weber (Opel Kadett C Coupé 16V) seinen Auftritt in der 4b. Er liegt immer auf Position eins. Jürgen Gerspacher im VW Golf 1 und Maximilian Gast (VW Golf Turbo) kommen ihm in den Übungsauffahrten am nächsten. Ein Fragezeichen steht hinter Michael Schumacher, von ihm gibt es kein wirklich aussagekräftiges Trainingsresultat. Am Sonntagmorgen zeigt er sich in großer Form, fährt mit seinem VW Polo G60 auf Position zwei, liegt dort 0,536 Sekunden vor Maximilian Gast. Für den kommt es im finalen Heat knüppeldick. Sowohl Local Hero Eric Schlegel (VW Golf V) als auch der Schweizer Michael Heimgartner mit seiner BMW Limousine ziehen an ihm vorbei, holen sich die Positionen drei und vier, Maximilian Gast ist final Fünfter. Und Jürgen Gerspacher? Den hat die Defekthexe nach dem zweiten Training aus dem Verkehr gezogen, er kann auch im Rennen nicht antreten. Notiz am Rande: Die Klassenbestzeit des
zweiten Race-Heats setzt Michael Schumacher, ist dabei 0,446 Sekunden weniger zwischen Start und Ziel unterwegs als Jens Weber.
Internationale Hochspannung ist in der 4a angesagt. Und nein, liebe Leser, es geht für einmal nicht um diplomatische Verwicklungen. Sondern um Top-Racing. Denn es treffen zwei Erfolgsverwöhnte aufeinander. Da ist einerseits, die Schweiz vertretend, Sergio Kuhn, der auf einen Peugeot 308 TCR vertraut. Andererseits Andy Heindrichs, in Belgien geboren und aufgewachsen, jetzt in Deutschland lebend. Er führt momentan die Luxemburger Tourenwagen-Berg-Meisterschaft an.

Sein Renner ist der bewährte Opel Wiebe Corsa A 16V. Der Samstag geht mit einem Vorteil von 0,427 Sekunden für Sergio Kuhn zu Ende. Den halbiert Andy beim Rennauftakt nahezu. Sergio liegt 0,259 Sekunden vorne. Den zweiten Race-Heat gewinnt Andy. Er nimmt Sergio 0,165 Sekunden ab. Das Additionspendel schlägt um winzige 94 Tausendstelsekunden zugunsten von Sergio Kuhn aus. Das, was die beiden gezeigt haben, ist Bergrennsport auf höchstem Niveau. Dritte im Bunde der Podestplätze ist Achim Kreim. Mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 8 platziert er sich vor Tim Kleinsorg (BMW 325i) und Werner Walser in der Opel Kadett C Limousine.

Der Letztgenannte ist zugleich der 4a KW 8V-Trophy Gewinner. Die harte Auseinandersetzung an der Spitze ist nicht nur rekordverdächtig, sie produziert tatsächlich eine neue Bestmarke. Sergio Kuhn eilt im ersten Race-Heat nach 1:25,045 durch die Ziellichtschranke.
„Ich will mein Heimrennen gewinnen.“ Das war die klare Ansage von Daniel Winkler. Die setzt er im Audi RS3 TCR konsequent um.

Trainingsbestzeit und Schnellster in beiden Wertungsläufen. Das ergibt unter dem Strich nicht nur den klaren Sieg in der 3b, sondern mit 1:23,726 on top auch einen neuen Klassenrekord. Hinter ihm ist es abwechslungsreicher. Marcus Hagmann setzt sich am Samstag und im ersten Run am Sonntag mit seinem Seat Leon Mk 3 auf Position zwei. Im zweiten Race-Heat schlägt aufgrund der Verhältnisse die Stunde der Turbo-Allradler.

Mit ihren Subaru Impreza WRX STI machen Christian Fouquet und Pascal Ehrmann im wahrsten Sinne des Wortes Boden gut, gehen an Marcus Hagmann vorbei auf die finalen Plätze zwei und drei. Fünfte wird Sabine Göhrig (Ford Focus ST) vor Karl-Heinz Müller im BMW M140i.
Das 3a Podium ist eine reine Porsche Angelegenheit. Der Übungstag verspricht einen heißen Fight um den Klassensieg. Denn Rainer Noller (991.1 GT3 Cup) hat als Zweiter nur 44 Tausendstel Rückstand auf Florian Hess im 997 GT3 Cup.

Dritter ist Albert Vogt mit seinem 997 GT3. Rennlauf eins geht an Florian Hess. Er liegt 0,857 Sekunden vor Rainer Noller. Der wirft jetzt seine ganze Routine und Erfahrung in die Waagschale, wird als einziger seiner Klasse im Finale schneller. Das ist der Sieg für ihn, 1,271 Sekunden vor Florian Hess. Albert Vogt bleibt auf der Drei, Vierter wird Manfred Scheubeck im VW Scirocco 3 R.
Die acht Fahrer der 2a kommen aus vier Nationen. Mit dabei ist auch der schnellste Tourenwagenpilot des Vorjahres, Thomas Strasser im VW Minichberger Corrado R Turbo. Und wie üblich ist der Tiroler nicht nur dabei, sondern auch ganz vorne dran. Sein Sieg ist zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Mikko Kataja ist im Training und in der ersten Auffahrt sein engster Verfolger. Hinter seinem Toyota Starlet V8 liegt am Samstag Holger Hovemann. Der musss sich aber schweren Herzens noch vor dem Rennen mit einem Antriebswellenschaden an seinem Lamborghini Huracan ST Evo 1.5 abmelden. Seine Position drei übernimmt in Lauf eins Charles Valentiny mit seinem bärenstarken Subaru Impreza STI. Im zweiten Run nutzt der Luxemburger die Gunst der Bedingungen und die Vorzüge seines Allradantriebes und geht noch um 0,171 Sekunden an Mikko Kataja vorbei. Damit ist das internationale Podium komplett. Bestehend aus den Nationen Österreich, Luxemburg und Finnland. Auch Rang vier geht ins Großherzogtum. Geholt von Michel Fernandes im Porsche 992 GT3 Cup. Rang fünf bleibt in Deutschland. Dafür sorgt Sebastian Kühn mit seinem BMW 1M GTR.
Bei den E2-Silhouette-Rennern ist Marco Farrenkopf im Silver Car S2 Evo leider als Alleinunterhalter unterwegs. Was seiner Motivation keinen Abbruch tut. Das beweist sein neunter Rang in der Gesamtwertung klar und deutlich.
Bleibt noch der Blick auf die Tourenwagen-Gesamtwertung. Auf den Plätzen eins bis drei entspricht diese voll und ganz dem 2a-Podest. Will heißen: Thomas Strasser vor Charles Valentiny und Mikko Kataja. Gefolgt vom Top-Duo aus der 3a in Form von Rainer Noller und Florian Hess.
Damit liebe Leser, sind wir mit der Berichterstattung wieder am Aufholen. Der St. Agatha Report und die Vorschau auf das große Finale in Mickhausen werden zügig folgen.
Uli Kohl, 29.09.2026
